Was ist gesunde Ernährung? Meine Reise…

…durch den Dschungel aus Studien, Wissenschaft und eigenen Erfahrungen.

Seitdem ich mich vor anderthalb Jahren vom Kalorien zählen und allem was dazu gehört verabschiedet habe, frage ich mich was eigentlich gesunde Ernährung bedeutet. Jetzt denkst du vielleicht, ist doch klar! Viel Obst und Gemüse essen und kein Junk Food oder Süßigkeiten. Aber wenn du dich selbst schon mal mit dem Thema auseinander gesetzt hast, weißt du das es nicht so einfach ist.
Stimmt es denn nun das Low Carb gesünder ist? Manche schwören auf eine fettarme Ernährung, während Studien mittlerweile beweisen das eine fettreiche Ernährung gesünder ist (wir sprechen von pflanzlichen, ungesättigten Fetten). Die einen sagen wir brauchen Kohlenhydrate nicht in der Ernährung, nach Paleo aber sollten wir uns Kohlenhydratreich ernähren. Andere setzen auf Vollwerternährung und Rohkost. Auf einmal soll Veganismus das non plus ultra sein, ist mittlerweile aber auch wiederlegt. Sollten wir uns basisch ernähren? Oder einfach die „bösen“ Milchprodukte weglassen?

Also was denn nun? Ob Vegetarier, Veganer, Flexitarier, Pescetarier, Frutarier oder Rohköstler, alles hat sicherlich seine Daseinsberechtigung, dennoch ist es schwer daraus für sich selbst die richtige Ernährung zu finden.

Den Überblick behalten!

Ich habe für mich herausgefunden, dass es zuallererst wichtig ist, den Überblick zu behalten. Das heißt sich nicht in eine Richtung festzufahren. Denn jede Ernährungsform hat seine Vor- aber auch Nachteile. Es gibt keine Diät die ich von Grund auf verteufel, sondern ich schaue mir alles an, lese mir Berichte durch und versuche zu verstehen wie diese Art Ernährung funktioniert und auf welcher Basis sie aufbaut.
So ist es zum Beispiel völlig richtig, dass man mit einer Low Carb Diät effektiv Gewicht verlieren kann und Kohlenhydrate für den Körper nicht essentiell sind, er sie also nicht benötigt. Aber auch richtig ist, das die Menschheit sich schon seit Anbeginn Kohlenhydratreich ernährt. Aber eben eine ganz andere Form von Kohlenhydraten als wir sie heute kennen.

Genauso ist es auch mit Studien, sie sind meist sehr engstirnig, fokussieren sich auf einen sehr kleinen Bereich. Dazu muss man sich immer anschauen wer hinter der Studie steht, woher die Finanzierung kommt und was das Ziel dieser Studie sein soll.
Ein klassisches Beispiel ist dafür die Milchindustrie. In zahlreichen Studien ist bewiesen wie sich das Calcium in der Kuhmilch positiv auf unseren Körper auswirkt. Vielen Studien sind von Michkonzernen gesponsert. Also kann man sich sicher sein, dass diese Studien sicherlich nicht negativ über Milchkonsum berichten. Zusätzlich wird mit keinem Wort in so einer Studie erwähnt, dass sich der tägliche Calciumbedarf auch problemlos durch viele andere Lebensmittel decken lässt und die Menschheit erst seit einem Bruchteil ihrer gesamten Existenz überhaupt Milch konsumiert.

Meine Ernährung.

Durch all das Wissen, welches ich mir in der letzten Zeit angeeignet habe, bin ich für mich zu dem Entschluss gekommen, dass es wichtig ist sich vor allem von vielen frischen, unverarbeiteten Lebensmitteln zu ernähren. Dazu esse ich nur ganz wenige Milchprodukte, da ich denke das der übermäßige Konsum von Muttermilch einer anderen Spezies einfach nicht notwendig ist. Ich kaufe lieber Hafermilch und Sojajoghurt. Dabei achte ich darauf die Bio-Varianten zu kaufen. Denn dort finden sich anders wie in herkömmlichen Produkten keine Emulgatoren, Stabilisatoren, Farbstoffe und andere künstliche Zusatzstoffe, die beispielsweise den Sojajoghurt genauso weiß und cremig machen sollen wie einen Kuhmilchjoghurt. Schau am besten selbst mal genauer nach, wenn du das nächste mal einkaufen gehst.
Ich kaufe so gut wie keine Light Produkte in denen Geschmacksverstärker und Zucker stecken um das Produkt genauso schmackhaft wie das normale machen sollen.

Fleisch, Fertigprodukte und Alkohol…

Ich habe meinen Fleischkonsum stark reduziert. Selbst kaufe ich gar kein Fleisch mehr, denn ich denke aufgrund der Massenproduktion ist das klassische Supermarktfleisch einfach minderwertig. Zusätzlich kommen natürlich auch die ethischen Aspekte.
Fleisch gibt es bei mir grundsätzlich nur wenn ich mal Essen gehe oder an besonderen Anlässen.
Tütengerichte kommen bei mir gar nicht auf den Tisch. Denn alles was in der Tüte steckt bekommt jeder auch selbst hin, davon bin ich überzeugt. Letztendlich sind es nämlich nur Gewürze in Verbindung mit Geschmacksverstärkern, Füllstoff Maltodextrin und Stabilisatoren. Zusätzlich stecken in Fertigprodukten oft unnötige Mengen an Salz.

Ich trinke gelegentlich und in Maßen Alkohol. Ich liebe Wein und genieße auch mal einen Cocktail oder einen Ramazzotti als Absacker.
Aber ich brauche Alkohol nicht immer wenn ich mal Essen gehe oder jedes Wochenende am Abend. Es darf auch mal das alkoholfreie Bier sein oder einfach Wasser.

Aber ja, ich esse auch mal Kuchen und Eis und Pizza, Burger und Currywurst.
Denn die Ernährungsgewohnheit, die ich mir angeeignet habe, habe ich nicht erst seit gestern. Sie hat sich über einen längeren Zeitraum entwickelt. Außerdem halte ich nichts von Absolutismus und Extremismus, viel wichtiger ist es das man anfängt etwas zu ändern. In welcher Zeit oder in welchem Umfang ist erstmal Nebensache. Das Anfangen ist das Entscheidende und das macht den Unterschied!

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1 Kommentar

  1. Meiner Meinung nach gibt es auch nicht den einen richtigen Weg zur gesunden Ernährung. Den muss jeder für sich selbst finde und ich denke die Mischung macht’s. Ich glaube ich habe mittlerweile auch meinen Weg gefunden. Ich esse kein Fleisch, verzichte weitestgehend auf Milchprodukte und esse nur frische und selbstgekochte Sachen. Ab und zu natürlich auch mal Süßigkeiten und Fast Food, aber alles in Maßen und nach Gefühl.

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