Vegan ernähren – Nur noch Grünzeug knabbern?

Warum ich mich dazu entschieden habe, mich vegan ernähren zu wollen, was sich seitdem verändert hat und wie du einfach auf vegan umstellen kannst.

Seit dem 8. April darf ich mich „offiziell“ als Veganerin bezeichnen. Nachdem ich an dem Wochenende ein Seminar zur Persönlichkeitsentwicklung besucht hatte, habe ich mich entschlossen komplett auf pflanzliche Ernährung umzustellen. Ich hatte mir erstmal 2 Wochen komplett vegan ernähren zum Ziel gesetzt, denn ich finde es deutlich angenehmer sich erstmal einen definierten Zeitraum zu setzen, wenn man etwas verändern möchte. Die ersten zwei Wochen vergingen wie im Flug. An meiner Ernährung zuhause musste ich so gut wie gar nichts verändern, da ich ja vorher schon fast ausschließlich vegan gekocht habe. Und obwohl Ostern und Familienbesuch vor der Tür stand, hatte ich keine Probleme. Ich war in der Zeit zweimal Essen und habe jedesmal etwas sehr leckeres zu Essen bekommen. Einen Sonntag Morgen waren wir sogar auf dem Fischmarkt, tatsächlich gab es dort für mich nicht wirklich etwas zu essen (Wer hätte das gedacht ^^). Neben Fisch gab es ein paar Gebäckstände, an denen allerdings hauptsächlich Buttercrossiants und Quarkbällchen verkauft wurden. Ich habe mir allerdings einen großen Obstkorb gekauft und damit gab es für mich Bananen und Äpfel satt. Musste ich verzichten? Ja! Dafür günstiger und gesünder? JA!

Was hat sich seither verändert?

Ich kann definitiv sagen, dass ich seitdem weniger Süßkram esse. Dadurch das viele Süßigkeiten einfach nicht vegan sind, fallen sie für mich automatisch weg und ich esse allgemein noch gesünder. Grundsätzlich achte ich darauf sehr abwechslungsreich und bunt zu essen. Das bedeutet, ich versuche jeden Tag mehrere Gemüse und Obstsorten zu verarbeiten. Morgens habe ich mir angewöhnt einen bunten Smoothie zu frühstücken. Der besteht meistens aus: Banane, Apfel, ausgepresste Orange sowie Zitrone, Heidelbeeren, Himbeeren, Rote Beete Saft, Karottensaft, Feldsalat oder Spinat, Proteinpulver, etwas Pflanzenmilch (meistens Hafer) und Leinsamen. Damit habe ich meinen Obstbedarf und einen Teil des Gemüses für den Tag schon gedeckt. Dabei achte ich darauf das ich unterschiedliche Vitamine, Antioxidantien, aber auch Mineralien wie Eisen und Calcium abdecke.

Gesund und Leistungsfähig

Ich fühle mich richtig gut. Wie oben schon beschrieben kann ich sagen, dass ich mich noch nie so gesund und ausgewogen ernährt habe. Außerderm fühle ich mich sehr leistungsfähig im Sport. Ich habe auch nicht das Gefühl das mir das ach so wichtige Protein irgendwie fehlt oder ich sonst irgendwelche Mangelerscheinungen habe. Wusstest du eigentlich das diese Leistungssportler sich ebenfalls vegan ernähren? Benedikt Höwedes (Fußballer), Serena Williams (Tennisspielern), Carl Lewis (Leichtathlet), Patrik Baboumian (Strongman), Lewis Hamilton (Formel 1 Fahrer) uvm.

Warum vegan ernähren?

Ich beschäftige mich jetzt seit ca. 2 Jahren intensiv damit, woher unser Essen eigentlich kommt, Massentierhaltung, Anbau von Lebensmitteln und den Effekten der Lebensmittel Massenproduktion auf unser Essverhalten und unsere Gesundheit (!). Mittlerweile habe ich mir so viel Wissen angeeignet, dass ich damit einfach nicht mehr guten Gewissens zu Tierprodukten greifen kann. Daher habe ich die letzten Jahre mein Fleischkonsum stark eingeschränkt und auch Milchprodukte so gut wie gar nicht mehr gekauft. Früher, zu meiner Zeit im Bodybuilding / Kraftsport habe ich jeden Tag Unmassen an Hähnchen und Milchprodukten (Proteinshakes mit Milch, Quark, Joghurt, Käse…) gegessen. Wenn ich jetzt daran zurückdenke, kann ich nur über mich selbst Kopfschütteln. Neben den ethischen Aspekten weiß ich mittlerweile nämlich auch wie stark verarbeitete Tierprodukte unserer Gesundheit schaden.

Will ich jetzt mein Umfeld ebenfalls zum Veganismus konvertieren?

Die Frage interessiert wahrscheinlich so einige. Natürlich ist es so, dass man auch das Essverhalten der Leute um einen herum stärker beäugt, dennoch möchte ich niemanden belabern oder überzeugen. Ich selbst habe, wie oben erwähnt, 2 Jahre gebraucht um mich dazu zu entscheiden auf eine pflanzliche Ernährung umzusteigen und ich habe mich intensiv mit dem Thema Ernährung auseinandergesetzt. Ich finde natürlich das wir uns alle viel stärker mit unserer Ernährung auseinander setzen sollten und das das was gerade in der Lebensmittelindustrie abgeht einfach nicht mehr vertretbar ist, dennoch muss jeder selbst seinen Weg finden. Denn jemanden überzeugen zu versuchen, der es gar nicht möchte, das ist ein Kampf gegen Windmühlen. Wer Fragen und ehrliches Interesse hat, kann gerne fragen, wer nicht, der eben nicht.

Wie kannst du dich vegan ernähren bzw. deine Ernährung pflanzlicher gestalten?

  1. Starte step für step.
    Zu aller erst würde ich jedem, der sich bisher noch nicht wirklich mit der eigenen Ernährung auseinander gesetzt hat, sich nicht direkt komplett vegan zu ernähren. Tausche zum Beispiel im ersten Schritt Kuhmilch mit pflanzlicher aus, dann den Joghurt. Reduziere deinen Fleischkonsum erstmal um die Hälfte.
  2. Probiere dich aus.
    Probiere einfach viele vegane Rezepte aus und schaue was dir gut schmeckt. Nur weil du dich vegan ernähren willst, heißt das noch lange nicht das du auch zum Tofu-Liebhaber werden musst. Ich zum Beispiel hasse Avocados und trinke auch Sojamilch nicht soo gerne.
  3. Rezepte veganisieren.
    Ganz oft kannst du deine Lieblingsrezepte mit wenig Aufwand vegan umstellen. Anstelle von Butter einfach Margarine, statt Kuhmilch, Pflanzenmilch und das Gleiche gilt für Sahne. Mittlerweile findet sich im Internet auch schon zu nahezu jedem „normalen“ Rezept auch eine vegane Alternative.
  4. Lass dir Zeit und setz dich nicht unter Druck.
    Das Wichtigste ist, das es letztendlich um dich und deine Ernährung geht. Das bedeutet niemand schreibt dir vor was du essen darfst und was nicht um „offiziell“ Veganer zu sein. Wenn du noch nicht vegane Lebensmittel Zuhause hast, dann brauche sie erst auf oder verschenke sie. Wenn mal versehentlich etwas nicht veganes in deinem Einkaufswagen landet, weil du es nicht wusstest, ist das auch kein Beinbruch! (Das passiert übrigens auch erfahrenen Veganern noch, habe ich mir sagen lassen!).
  5. Suche dir im Netz Hilfe.
    Mir hat die App „vegan Kickstart“ von Peta zusätzlich sehr geholfen. Das ist eine 30 Tage Vegan Challenge. Jeden Tag bekommst du ein tolles Rezept, sowie wertvolle Informationen zum Thema Tierschutz, Gesundheit und Fakten über pflanzliche Ernährung. Zusätzlich kannst du dein Wissen mit einem täglichen Quiz testen. Einen Link findest du unter dem Bild:
Quelle:
https://www.veganstart.de/

Hast du noch Fragen zur Ernährung, du hast Anregungen und Ideen? Dann schreibe mir gerne persönlich oder in den Kommentaren.

-Elisa

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