Bodybuilding = Körperformen

Vor ein paar Tagen habe ich ein Youtube Video angeschaut, welches mir nochmal so richtig die Augen geöffnet hat.
Es ging um eine Youtuberin die hobbymäßig Bodybuilding macht und darüber berichtet hat, was ihre Fitnessziele für 2019 sind und was sie im letzten Jahr erreicht hat. Zuerst dachte ich das es darum ginge was sie sportlich noch erreichen möchte. Leider falsch gedacht. Denn sie hat eigentlich durchgehend darüber berichtet welche Muskeln sie wie formen möchte und was wie aussehen soll. – Der Sport also ein Mittel zum Zweck um die eigenen ästhetischen Ziele zu erreichen?

Ganz ehrlich, ich fand das Video extrem erschreckend. Denn ich habe mich selbst darin erkannt. Das war Ich vor 4 Jahren. Wer mich kennt und meinen ersten Blogpost gelesen hat weiß, dass ich selbst mehrere Jahre Bodybuilding betrieben habe. Und ich erinnere mich noch genau wie ich vorm Spiegel stand und überlegt habe was ich wie noch mit welchem Training verändern und besser ausbauen möchte. Damals ist es mir gar nicht aufgefallen aber heute finde ich es traurig Sport nur als Werkzeug für ein selbstauferlegtes Schönheitsideal zu sehen.

Der Weg ist Ziel

Wie sollen wir denn jemals Spaß am Sport haben wenn es immer nur das Mittel zum Zweck, das Werkzeug ist um ein fehlgeleitetes Ziel zu erreichen?
Dazu habe ich vor kurzem einen richtig guten Spruch in einem Buch gelesen der etwa so ging:

Alles was wir im Leben tun, tun wir letztlich, um bestimme Gefühle zu fühlen. Häufig knüpfen wir die Gefühle an Ziele und hoffen sie dann endlich zu fühlen, wenn wir das Ziel erreichen. Warum so lange warten? Genieße die Reise und erreiche dein Ziel erfüllt und glücklich anstatt gestresst und erschöpft.

Was ich damit meine ist, warum sollten wir uns immer nur auf die Resultate beschränken, wenn der Weg dahin doch eigentlich die meiste Zeit in Anspruch nimmt und wunderbar sein kann? Denn sobald wir das Ziel erreicht haben bleibt uns nichts anderes übrig als nach einem neuen zu suchen.

-Elisa

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